Ich hatte mir vorgenommen, auch die roten Wochen stehen zu lassen. Das hier ist die erste. Fast jede Zahl ist gefallen — und ausgerechnet diese Woche habe ich am meisten gelernt.
Die ehrliche Bilanz
13 statt 14 Nutzer. 38 statt 40 Sitzungen. Die Engagement-Rate von 80 % auf 68,4 %. Die Impressionen von 153 auf 140. Die Klicks von 4 auf 3. Und das eine Keyword, das letzte Woche in den Top 10 stand? Weg.
Und die Anfragen: null. Über keinen Kanal. Nicht per Mail, nicht per WhatsApp, nicht übers Telefon, nicht über Google.
Das ist keine Katastrophe. Aber es ist auch nichts, was ich schönreden werde.
Die eine Zahl, die besser wurde — und was sie verrät
Ein Wert ist gestiegen: die durchschnittliche Position, von 62,8 auf 61,3. Bei Google ist niedriger besser, das ist also ein Schritt nach vorn. Ein kleiner.
Viel spannender ist aber, wofür Google mich inzwischen zeigt. Ich hab mir die Suchanfragen angesehen, und da steht es schwarz auf weiß: „lokal seo“. „lokal gefunden werden“. „lokale seo“. Also exakt das, was ich mache.
Nur eben auf Position 87. 89. 97.
Das ist die Lektion der Woche, und sie ist unbequem: Sichtbar sein und gefunden werden sind zwei völlig verschiedene Dinge. Google hat verstanden, worum es bei mir geht. Es zeigt mich nur niemandem, der nicht bis Seite 9 blättert. Und das tut niemand.
Der einzige Lichtblick: „ergotherapie lokal gefunden werden“ — Position 21. Eine kleine, sehr spezifische Nische, und da bin ich fast auf Seite 2. Genau so fängt es an. Nicht mit dem großen Begriff, sondern mit dem engen.
Und trotzdem ist etwas passiert
Diese Woche kam ein Termin zustande. Mit einem Lieferanten, der Kooperationspartner werden könnte. Etwas, das richtig Substanz haben kann.
Er kam nicht über die Website. Er kam über einen Menschen, den ich schon kannte.
Deshalb steht er auch nicht als Anfrage im Dashboard. Ich hätte ihn dort eintragen können — eine grüne Zahl in einer roten Woche, das hätte gut ausgesehen. Aber dann wäre dieses ganze Projekt eine Show. Der Funnel zeigt, was die Seite bringt. Und die Seite hat diese Woche nichts gebracht. Punkt.
Was ich daraus mache
Drei Wochen, drei Erkenntnisse: In Woche 1 kannte Google mich nicht. In Woche 2 hat es mich entdeckt. In Woche 3 weiß ich, dass Entdeckt-werden noch lange nicht Gefunden-werden heißt.
Das ist kein Rückschlag, das ist die nächste Baustelle. Von Position 90 auf Seite 1 kommt man nicht durch Warten. Also wird gearbeitet: an den Inhalten, an der Tiefe, an genau den engen Begriffen, bei denen ich schon auf 21 stehe.
Und ehrlich — ich finde es gut, dass diese Woche so aussieht. Eine Reihe, in der es nur bergauf geht, würde mir selbst nicht glauben.
Die Maschine misst gnadenlos. Ich bleibe dran. Mensch und Maschine — nicht oder.
Weiter geht’s. ❤
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